Einkaufsplanung

Halte immer einen Plan bereit

Food Ninjas erledigen ihre Einkäufe mit Köpfchen.
Hier findest du clevere Tipps und Tricks, mit denen du Food Waste bereits
beim Einkaufen verhindern kannst.

Prüfe, was du noch zu Hause hast.

Den Einkauf beginnst du am besten mit einem Blick in den Tiefkühler, den Kühlschrank und auf die Vorräte. Was ist noch da? Was musst du bald essen, weil es demnächst abläuft oder nicht mehr frisch ist? Welche Menüs kannst du mit deinen Vorräten kochen? Fehlende Produkte für ein bestimmtes Gericht setzt du dann gleich auf die Einkaufsliste.

Hast du zum Beispiel noch eine ältere Peperoni oder Zucchini im Kühlschrank und weisst nicht, was du dazu kochen sollst? In unserem Blog findest du leckere Rezeptideen für Reste oder Lebensmittel, die nicht mehr ganz frisch sind.

Die beste Waffe der Food Ninjas: der Einkaufszettel.

Mit einer Einkaufsliste kaufst du überlegt und gezielt ein und verhinderst Food Waste von Beginn an. So sparst du Zeit und Geld, weil du nur kaufst, was du wirklich brauchst.

Koche und serviere kleinere Portionen.

Food Ninjas servieren nur kleine Portionen und schöpfen bei Bedarf nach. Damit schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen isst du so weniger, weil du stärker auf deinen Hunger achtest. Zum anderen bleibt fast nichts übrig.

Tipp!

Portionenrechner

Bei den meisten Rezepten ist vermerkt, welche Mengen pro Person einzuplanen sind. Online gibt es aber auch praktische Portionenrechner. Oft ist der Portionenrechner eine Zusatzfunktion der Einkaufszettel-App. So kannst du die richtige Menge berechnen und sie gleich auf die Einkaufsliste setzen.

Für die Organisation eines Festes gibt es Partyplaner-Apps. Damit kannst du für jede Art von Anlass und Teilnehmerzahl die richtige Gesamtmenge berechnen.

Kleinere Einkäufe, kleinere Packungen.

Um Food Waste zu vermeiden, ist es ratsamer, öfter einzukaufen statt grosse Mengen auf einmal zu kaufen. Eine grosse Packung ist nur sinnvoll und günstiger, wenn du auch alles rechtzeitig essen kannst. Gerade Ein-Personen-Haushalte sollten kleine Packungen bevorzugen.

Tipp!

Gehe nie hungrig und im Stress einkaufen.

Bei Hunger und Stress kaufen wir schnell zu viel ein. Kombiniert mit einem spontanen Lebenswandel, findet man später oft nicht die Zeit, die Lebensmittel alle auch zu essen. Ausserdem lassen wir uns bei hektischen Einkäufen schneller von Aktionen verleiten. Wenn wir uns Zeit nehmen und gut vergleichen, kaufen wir bewusster ein und vermeiden Essensabfälle von Beginn an.

Hier sind krumme Dinge gut.

Wenn du auch Frischprodukte mit kleinen Schönheitsfehlern kaufst, kannst du mithelfen, dass in Landwirtschaft und Handel weniger Food Waste entsteht. Narbiges, krummes oder originell geformtes Obst und Gemüse ist völlig normal und geschmacklich sowie qualitativ einwandfrei.

Übrigens: Wenn du etwas bald konsumieren möchtest, sind keine langen Haltbarkeitsdaten nötig. Warum also nicht eine Banane mit kleinen braunen Flecken kaufen? Diese ist unter der Schale einwandfrei, perfekt ausgereift und sie schmeckt besonders süss – zum Beispiel in einem leckeren Smoothie.

In vielen Geschäften kannst du zudem am späten Nachmittag von herabgesetzten Frischprodukten profitieren, deren Daten ablaufen. Das spart Geld und verhindert Food Waste.

Tipp!

Kaufe heute von gestern.

Echte Food Ninjas kennen die App Too Good To Go. Damit kannst du Food Waste verhindern und von tollen Angeboten profitieren. Weit über 1000 Betriebe machen mit und präsentieren täglich Angebote in deiner Nähe, wie zum Beispiel eine Portion Sushi zum halben Preis.

Täglich Lebensmittel retten kannst du auch in den zahlreichen Läden von Äss-Bar. Hier findest du leckere Backwaren vom Vortag zum Preis von vorvorgestern. Mmh, lass dich überraschen, wie gut die schmecken!

Kaufe regional und saisonal.

Wer nachhaltig einkaufen will, kauft regionale und saisonale Labelprodukte. Regional produzierte Lebensmittel müssen weniger weit transportiert werden. Sie kommen schneller und frischer zu dir und sichern Arbeitsplätze in der Schweiz. Statt z. B. im April Erdbeeren aus Andalusien zu kaufen, wartest du besser ein paar Wochen, bis die Schweizer Erdbeeren reif sind.

Food Ninjas schauen auch auf Labels für umwelt- und tierfreundliche Produktion, eine ökologische Verpackung und kleine Mengen. Im Offenverkauf kannst du immer so viel nehmen, wie du gerade brauchst.

Damit du dich im Label-Dschungel nicht verirrst, findest du hier eine hilfreiche Übersicht.

Tipp!

Ein wahrer Genuss: Produkte aus geretteten Lebensmitteln.

Unterstütze bei deiner Einkaufsplanung auch Produkte aus geretteten Lebensmitteln. Wie gut der Kampf gegen Food Waste schmecken kann, zeigen zum Beispiel diese zwei innovativen Schweizer Unternehmen: Der Verein Mehr als zwei rettet zum Beispiel Bananen und macht daraus leckere Süssigkeiten. Und Foodoo rettet unförmiges Gemüse vor dem Müll und zaubert daraus leckere Saucenkreationen.

Die coole Lösung gegen Food Waste: Gemeinschaftskühlschränke als Austauschplattform!

An immer mehr Standorten gibt es öffentliche Kühlschränke als Austauschplattform für Lebensmittel. Essen, das du selber nicht rechtzeitig konsumieren kannst, legst du einfach in den Kühlschrank. Zum Beispiel, wenn du in die Ferien gehst oder zu viel eingekauft hast. Du kannst aber auch Produkte mit nach Hause nehmen. Es ist ein leckeres Geben und Nehmen, bei dem du hilfst, Food Waste zu vermeiden, Es gibt mittlerweile viele kleinere und grössere Organisationen, die solche Kühlschränke bereitstellen. Kennst Du z. B. Madame Frigo?

Nach dem Einkauf ist vor der Lagerung.

Kaufe Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, erst am Schluss und verwende wenn nötig eine Isolier- oder Kühltasche.

Was im Laden gekühlt wird, solltest du zu Hause auch sofort in den Kühlschrank stellen. Tipps zur richtigen Lagerung gibts hier.