Food Waste geht uns alle an!

Und nur zusammen können wir das Problem lösen.

Vom Feld bis zum Teller geht ein Drittel aller Lebensmittel verloren.

Durch den Lebensmittelkonsum in der Schweiz fallen im In- und Ausland über alle Stufen der Lebensmittelkette 2,8 Millionen Tonnen Food Waste pro Jahr an. Dabei sind nur essbare Teile inbegriffen. All diese Lebensmittelabfälle wären vermeidbar. Unessbare Teile wie Knochen wurden davon bereits abgezogen.

Ein kleiner Vergleich: Der jährliche Food Waste entspricht 4 ½ Mal dem dem Gewicht der Schweizer Bevölkerung!

Die drastischen Folgen von Food Waste:

Die Herstellung von Lebensmitteln ist aufwendig, zeitintensiv und benötigt knappe, kostbare und umweltbelastende Ressourcen. In der Schweiz verursacht die Ernährung rund 30 Prozent aller Umweltbelastungen. 25 Prozent dieser Umweltbelastungen sind auf Food Waste (vermeidbare Lebensmittelverluste) zurückzuführen.

Lebensmittelverschwendung hat weitreichende und unnötige Folgen für Tier, Mensch und unseren Planeten.

Ökologische Folgen aufgrund der Ressourcenverschwendung:

Nicht nur die Lebensmittel, sondern auch die für deren Produktion und Distribution verwendeten Ressourcen werden sinnlos verschwendet:

Verschwendung von Land/Boden für den Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln, Tierfutter und Tierhaltung. Ein Vergleich: Der Landverbrauch für den Anbau der weggeworfenen Lebensmittel entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist grösser als die Hälfte der landwirtschaftlich genutzten Fläche der Schweiz.
Biodiversitätsverlust, indem mehr Land als nötig für die landwirtschaftliche Produktion verwendet werden muss und Pflanzen und Tieren nicht mehr als natürlicher Lebensraum zur Verfügung steht.
Verschwendung von Wasser für den Anbau und die Aufzucht, die Reinigung und die Zubereitung von Lebensmitteln.
Verschwendung von Energie für Produktion, Ernte, Aufbereitung, Zubereitung, Lagerung und sämtliche Transporte.
Unnötige Emissionen wie CO2, Abgase, Feinstaub etc. Die durch Food Waste verursachten Treibhausgasemissionen tragen auch zum Klimawandel bei. Ein kleiner Vergleich: Die Umweltbelastung des Food Wastes der Schweiz entspricht 50% der Umweltbelastung des motorisierten Individualverkehrs.
Unnötiger Einsatz von Pestiziden, Düngern, Verpackungsmaterialien, Chemikalien etc.
Nicht zuletzt führt auch die Entsorgung von Lebensmitteln zu weiteren Umweltbelastungen.

Ethische, soziale und wirtschaftliche Folgen:

Lebensmittelabfälle verschärfen die Problematik der weltweiten Ernährungssicherheit. Weil nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit ein Drittel aller Lebensmittel verschwendet wird, erhöht Food Waste die Nachfrage nach Nahrungsmitteln. Aufgrund des knappen Bodens verursacht dies eine Preissteigerung auf dem Weltmarkt. Diese Preissteigerung betrifft die Ärmsten, verschärft deren Armut und führt dazu, dass in vielen Regionen der Welt nicht genug Nahrung für die Menschen vorhanden ist.
Food Waste ist ein ethisches Problem. Wir werfen essbare und kostbare Lebensmittel weg, während andere Menschen hungern.
Tiere müssen unnötig ihr Leben lassen – für Fleisch und Milchprodukte, die wir gar nicht konsumieren.
Weggeworfene Lebensmittel verursachen in der Schweiz Mehrkosten in Milliardenhöhe. Alleine die Verschwendung von essbaren Lebensmitteln in Schweizer Haushalten belastet das Haushaltsbudget mit über 600 Franken pro Person und Jahr. Dies ergibt über die gesamte Schweiz hochgerechnet Kosten von über fünf Milliarden Franken (siehe Beretta & Hellweg 2019).

Die Verluste auf den verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette:

556 000 Tonnen

Einige Gründe:

Unförmige Früchte und Gemüse werden aussortiert.
Ein Teil der Ernte bleibt liegen.

963 000 Tonnen

Einige Gründe:

Überproduktion.
Qualitätsmängel bei Rohstoffen und Endprodukten.
Zu geringe Nachfrage nach Nebenprodukten wie z. B. Molke und Kleie.

279 000 Tonnen

Einige Gründe:

Schäden und Verluste bei Lagerung und Transport.
Produkte laufen ab oder sehen nicht mehr so schön aus.

210 000 Tonnen

Einige Gründe:

Zu grosse Portionen.
Zu viel gekocht.

778 000 Tonnen

Am Ende der Lebensmittelkette – in den Haushalten – gehen pro Person und Jahr rund 90 kg essbare Lebensmittel verloren.

Das belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch das Portemonnaie: Das kostet jede Person jährlich über 600 Franken.

Einige Gründe:

Reste landen im Abfall.
Nahrungsmittel werden nicht rechtzeitig gegessen.
Es wird zu viel eingekauft.
Lebensmittel werden falsch gelagert.

Je später in der Produktions- und Vermarktungskette ein Lebensmittel verloren geht, desto mehr Umweltbelastung ist bereits entstanden, weil Ressourcen verbraucht und Emissionen verursacht wurden für Transport, Verarbeitung, Lagerung, Verpackung und Zubereitung. Die Vermeidung von Food Waste am Ende der Wertschöpfungskette, also z. B. in der Gastronomie oder in Haushalten, ist aus der Umweltperspektive betrachtet daher besonders wichtig.

Die Initiative «SAVE FOOD, FIGHT WASTE.» setzt ihren Schwerpunkt genau da an und zeigt auf, wie einfach und lustvoll Food Waste reduziert werden kann.

Jeder Beitrag ist wichtig! Und zusammen reduzieren wir die unnötigen Folgen von Food Waste.

Food Waste global zu reduzieren, hat einen unmittelbar positiven Effekt auf die Umwelt!

Die Reduktion von Food Waste hat einen unmittelbaren positiven Effekt auf die drängenden Herausforderungen, die die Welt gemeinsam lösen und aktiv anpacken muss.

Im Rahmen der Agenda 2030 haben die UNO-Mitgliedstaaten das Ziel definiert, Food Waste bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren. Auch die Schweiz hat die Agenda 2030 und damit die Sustainable Development Goals (SDGs) unterschrieben.

Warum? Wenn die Schweiz den Food Waste halbiert, kann die ernährungsbedingte Umweltbelastung um zehn bis 15% reduziert werden.

Da ist ein wesentlicher Beitrag zu einem zukunftsfähigen und ressourceneffizienten Lebensstil.

Machst du mit? Es war noch nie so einfach, etwas Gutes für die Umwelt tun: Geniessen wir unsere Lebensmittel, statt sie wegzuwerfen.

Weiterführende Informationen zur aktuellen Food-Waste-Studie des Bundesamts für Umwelt (BAFU)
Infografiken zum Thema Food Waste von foodwaste.ch
Weiterführende Informationen zu den Sustainable Development Goals der UNO.

So reduzierst du Food Waste:

Facts & Figures Berge